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Siegener Ostergarten vom 3. bis 24. April 2011 im Bunker Höhstraße
Gruppenanmeldungen Tel.: 0271 / 22244
Gruppenführungen finden montags bis freitags von 9–11.30 und von 15–18.30 Uhr statt. An den Sonntagen und Feiertagen können nur Familien und Einzelpersonen den Ostergarten besuchen. Diese Führungen finden statt um: 14.30 Uhr, 15.30 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr. Samstags ist der Bunker geschlossen. Die Führungen sind geeignet für Kinder ab 4 Jahren sowie Jugendliche und Erwachsene. |
Ostergarten Siegen eröffnet Auf dem Weg durch Jerusalem, am Kreuz vorbei, durch die Grabeshöhle in den Auferstehungsgarten
Bis zum 24. April hat der Ostergarten im Bunker Höhstraße in der Siegener Oberstadt seine Pforten geöffnet. 180 Gruppen mit insgesamt 3.000 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen haben sich bereits für Führungen montags bis freitags angemeldet (Gruppenanmeldungen unter Tel. 0271/ 22244). Die Sonn- und Feiertagetage sind offen für Familien und Einzelpersonen. Führungen finden dann statt ab 14.30 Uhr, 15.30 Uhr, 17 Uhr und 18 Uhr. Gemeindepädagogin Juliane Kolb rechnet mit etwa 4.000 Besucherinnen und Besucher insgesamt. Ein Bau- und Technikteam von 15 Personen unter der Leitung von Karsten Geerds und Uwe Kolb hat den teilweise neu gestalteten Ostergarten ab Anfang Januar in 400 Stunden aufgebaut. Vier Räume in dem Luftschutzbunker mit insgesamt 200 qm Fläche bieten die Gelegenheit, die Leidensgeschichte Jesu bis zur Auferstehung mit allen Sinnen zu erfahren. Die Besucherinnen und Besucher können in der beklemmenden Atmosphäre des Bunkers mit ihren Sinnen sehen, fühlen, riechen, hören, schmecken, erleben und be-greifen, was damals geschah. Zu Beginn der Führung durch den Sinnenpark erhalten die Besuchenden einen Stein. Er steht für all das Schwere im Leben. Für die Last, die Verletzungen, den Zweifel, die Angst, die Einsamkeit und Leere. Sie schlüpfen in eine Rolle und gehen mit ihrem Leben nach Jerusalem, den Weg, den Jesus vor 2000 Jahren gegangen ist. Viele Besucher sind gehemmt, die Kleider zu betreten, die beim Einzug in Jerusalem auf dem Boden liegen. Der Weg führt zum letzten Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Tische und Bänke laden ein zum Innehalten. Ein siebenarmiger Leuchter steht auf der Tischreihe. Fladenbrot wird gereicht. Wie es weitergeht, wissen die Gruppen nicht. Sie sind auf die Führung durch Mitarbeitenden ( 40 Ehrenamtliche aus dem Bereich der Jugend- und Gemeindearbeit und der Konfirmandeneltern und alle 42 Konfirmanden der leitenden Siegener Kirchengemeinden Nikolai und Erlöser angewiesen. An jeder Station wird durch ein selbst erstelltes Hörspiel erläutert, was nach biblischer Berichterstattung geschah. Es erfolgt die Gefangenenahme und die Verurteilung. Ein Feuer brennt und der Hahn symbolisiert die Verleugnung des Petrus, der sich nicht zu Jesus bekannte. Schon steht man vor Pilatus (die einzige Person die durch die Führungsperson dargestellt wird) und er fragt: „Und ihr, was wollt ihr, was soll ich mit diesem Jesus machen?“. Während die Besuchenden von der direkten Ansprache erschrocken sind, kommt schon vom Hörspiel das Volk mit den Worten: Kreuzige ihn, kreuzige ihn! Danach folgt man dem Weg zum Kreuz. Hammer, Nägel, das Gewand und Würfel liegen unter dem Kreuz. Die Soldaten würfelten um das Gewand Jesu, das nicht zerteilt werden sollte. Am Kreuz können die Besucher ihre Steine befreiend abgelegen und damit symbolisch, all das, was sie in ihrem Leben belastet. Der Weg führt weiter durch die dunkle Grabeshöhle. Der Boden ist uneben und damit unsicher. Niemand ist diesen Weg in seinem Leben bislang gegangen. Hell und freundlich erwartet der Auferstehungsgarten die Besucher. Aus den Lautsprechern erklingt heiter der „Canon in D major“ von Johann Pachelbel. Blumen und Wasserspiele zieren den Garten, der die Besucher aufatmen und ins Nachdenken kommen lässt. Verabschiedet werden die Besuchenden mit dem gemeinsam gesprochenen Gebet Unser Vater und dem Versprechen: Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben. (Joh. 14,19) Danach können sich die Besuchenden mit ihren Eindrücken ins Gästebuch eintragen, wovon sehr gerne Gebrauch gemacht wird. Beim Ausgang steht eine Blumensäule, mit der Möglichkeit, die Situationen in Japan und Lybien zu bedenken und dafür zu beten. kp
Impressionen aus dem Ostergarten 2011 Fotos: (Karlfried Petri)

Einzug ihn Jerusalem

Der siebenarmige Leuchter auf dem Tisch des letzten Abendmahls

Gefangennahme

Verurteilung

Kreuzigung

Kreuzigung

Auferstehungsgarten

Kalender zum Siegener Ostergarten

Gemeindepädagogin Juliane Kolb
Nüchterne technische Daten: 50 qm Verlegeplatten 120 lfdm Dachlatten 1000 Schrauben 22 qm Spanplatten 500 qm Stoffe 50 qm Teppichboden 4 Säcke alte Kleider 300 m Verlängerungskabel 30 Scheinwerfer 6 Stereoanlagen 1 Mischpult Moniereisen mit Ketten und Seilen Eine echte Trockenmauer 5 Kubikmeter Holzschnitzel Bänke und Gartenstühle 3 Brunnen mit fließendem Wasser Eine echte Feuerstelle 2 Palastsäulen 1 Thron 1 reparierter Hahn
Am Hahn knabberten die Mäuse Siegener Ostergarten 2011 nimmt im Bunker Höhstraße Gestalt an
Bei den ersten Aufbauarbeitern des Siegener Ostergartens 2011 in den vergangenen Tagen kamen die Mitarbeitenden des Bauteams ganz schön ins Staunen. Bevor der eigentliche Aufbau beginnen kann, müssen die gesamten Requisiten gesichtet, kontrolliert und in die einzelnen Bunkerräume verteilt werden. Dabei wurde entdeckt, dass sich ungebetene Besucher im Requisitenraum eingefunden hatten. Als Mitarbeiterin Anne Achenbach den Hahn aus dem Regal nahm, stellte sie erstaunt fest: „An dem Hahn haben ja die Mäuse geknabbert.“ Die kleinen Nager haben im feucht-kühlen Bunker einen sicheren Unterschlupf gefunden. Jetzt muss für Ersatz gesorgt werden, denn so zerfleddert kann das Federvieh nicht die Szene „Die Verleugnung des Petrus“ illustrieren. Auch in den vergangenen Jahren veranschaulichte der ausgestopfte Vogel die Petrus-Szene. Juliane Kolb entdeckte ihn im Zuge der Besichtigung anderer Ostergärten eher zufällig in Iserlohn. Jetzt ist es unsicher, ob er repariert werden kann.
An den kommenden Samstagen sind die Mitarbeitenden in den Schutzräumen des Bunkers Höhstraße fleißig zugange, unter ihnen auch einige Konfirmanden und Konfirmandeneltern. Bis zum 5. März müssen die wesentlichen Teile des Ostergartens aufgebaut sein, dann fangen nämlich die ersten Proben für die Führungen statt. Bis dahin muss auch die Technik gebrauchsfertig funktionieren. Der Ostergarten wird unter der Gesamtleitung von Gemeindepädagogin Juliane Kolb von der ev. Jugend der Nikolaikirchengemeinde und der Konfirmanden- und Konfirmandenelternarbeit der Kirchengemeinden Erlöser und Nikolai verantwortet. Bei ihr laufen die Planungen der Führungen schon auf Hochtouren, obwohl ihr noch etliche freiwillige Ehrenamtliche fehlen, die sich für die Führungen schulen lassen. Wer gerne mitarbeiten möchte, kann sich bei Juliane Kolb unter 0271/ 64235 informieren. Einige neue Gestaltungsideen hat sich das Team um die Gemeindepädagogin der Siegener Stadtgemeinden einfallen lassen. Welche das sind, verrät sie aber noch nicht. Die Überraschung soll ja erhalten bleiben. Gruppen können sich unter Tel. 0271/ 22244 zu einer Führung anmelden. Angemeldet haben sich bereits 2.400 Kinder und Erwachsene. Beim derzeitigen Stand der Mitarbeitenden können maximal 3.500 Besuchende durch den Ostergarten geführt werden. kp
Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Anne Achenbach mit dem von Mäusen angeknabberten Hahn.


In den Bunker in der Siegener Höhstraße zieht Leben ein. Die Mitarbeitenden bauen an den kommenden Samstagen den Siegener Ostergarten auf. Darunter auch Konfirmanden und Konfirmandeneltern.
Siegener Ostergarten 2011 im Bunker Höhstraße Gruppenanmeldungen unter Tel. 0271/22244
Vom 3. bis 24. April 2011 findet in diesem Jahr der Siegener Ostergarten im Bunker Höhstraße statt. Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren. Noch ist alles ziemlich leer und nackte Betonwände verbreiten ein beklemmendes Gefühl. Doch in den kommenden Wochen verwandeln sich die kahlen Bunkerräume in einen Ostergarten. Die Geschichten von Jesu Leiden und Sterben und von seiner Auferstehung werden in den besonders gestalteten Räumen erlebbar. Der Bunker als Ausstellungsort reizt sowohl räumlich als auch theologisch zur Auseinandersetzung. In der bedrückenden Kargheit und der bedrängenden Enge dieses Gebäudes wird das Thema Tod und Leben mit allen Sinnen (be)greifbar.
Gruppenanmeldungen ab sofort möglich Das Ostergartentelefon ist ab sofort frei geschaltet; Gruppen können sich unter Tel. 0271/ 22244 zu einer Führung anmelden. Gruppenführungen finden montags bis freitags von 9–12 und von 15–18 Uhr statt. An den Sonntagen und Feiertagen können nur Familien und Einzelpersonen den Ostergarten besuchen. Samstags ist der Bunker geschlossen. Die Führungen sind geeignet für Kinder ab 4 Jahren sowie Jugendliche und Erwachsene. Erwartet werden wieder mehr als 3000 Besuchende.
Mitarbeitende gesucht Unter der Gesamtleitung von Gemeindepädagogin Juliane Kolb laden die ev. Nikolaikirchengemeinde und die ev. Erlöserkirchengemeinde mit ihrer jeweiligen Konfirmanden- und Konfirmandenelternarbeit in den Ostergarten ein.
Etwa 100 Mitarbeitende werden zur Bewältigung dieses großen Projekts benötigt. Deshalb wünschen sich die beiden Kirchengemeinden noch Unterstützung. Interessierte erhalten weitere Informationen bei Juliane Kolb, Gemeindepädagogin der fünf Siegener Stadtgemeinden, unter Tel. 0271/ 64235.
Text zum Bild: Foto (Karlfried Petri)
 Die kahlen Räume des Bunkers in der Siegener Höhstraße verwandeln sich in den nächsten Wochen in einen liebevoll angelegten Ostergarten.
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